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Heiße Eisen der Geschichte: Thüringens Schicksalswahl von 1924

Die Thüringer Landtagswahlen im Februar 1924 markierten einen tiefen Einschnitt: Die linken Parteien SPD und KPD verloren die Mehrheit im Landtag, während die im „Thüringer Ordnungsbund“ zusammengeschlossenen bürgerlichen Parteien zur stärksten Kraft wurden. Da sie jedoch die absolute Mehrheit nicht erreichten, ließen sie ihre Minderheitsregierung von der Vereinigten Völkischen Liste tolerieren, die auf eine reaktionäre Politik drang und die Aufhebung des NSDAP-Verbots erwirkte. Die Abhängigkeit der Regierung von Rechtsextremen hatte Folgen weit über Thüringen hinaus, denn sie wurden anschlussfähig für bürgerliche Kräfte. Wie kam es zu dieser Entwicklung? Warum standen sich in Thüringen Bürgertum und Arbeiterbewegung so schroff gegenüber? Und warum gelang keine Verständigung republiktragender Kräfte wie in anderen Ländern? Diese und andere Fragen sollen in einem offenen Forum diskutiert werden. Auf dem Podium werden Judy Slivi und Dr. Steffen Raßloff ihre Sicht auf die damaligen Ereignisse darlegen, die im Landtagswahljahr 2024 eine besondere Aktualität aufweisen.

Am 10. Januar um 19.30 Uhr im Forum für Demokratie. Der Zugang erfolgt über die Zeughofgasse und ist ab 19 Uhr geöffnet und der Eintritt ist kostenlos.
Voranmeldungen sind an veranstaltungen@hdwr.de erbeten.